Bangkok war ein Schock.
Als Annika nach elfstündigem Flug und endlosem Anstehen für die
Passkontrolle einschließlich Abnahme ihrer Fingerabdrücke, als wäre sie eine
gesuchte Verbrecherin, das klimatisierte Terminal des Flughafens Suvarnabhumi
verließ, ließ eine dampfende Dschungelatmosphäre sie um Atem ringen. Binnen
Sekunden stand ihr der Schweiß auf der Stirn, Wasser sammelte sich unter ihren
Brüsten und in dem Gummislip, den sie unter dem geblümten Sommerkleid trug.
Zerschlagen und hechelnd wie ein Hund ihren Rollkoffer hinter sich
herziehend, folgte sie den Hinweisschildern zu den Taxis. Bei jedem Schritt
bewegte sich der Analzapfen in ihr, der in den Gummislip eingearbeitet war, und
die Noppen an der Vorderseite glitten über ihre sauber enthaarte Scheide,
streichelten sie, spielten mit ihr. Bei einem kurzen Stopp in einer
Flughafentoilette hatte sie mit bebenden Fingern den Slip aus dem Koffer
gezerrt – sie hatte nicht gewagt, ihn im Handgepäck mitzunehmen – und wie befohlen
angezogen. Der penisförmige Analdildo durchmaß an der Basis zweieinhalb
Zentimeter, drang tief in sie ein und bewegte sich bei jedem Schritt in ihr.
Als sie die mehrbahnig abgeteilte Spur für die grün und gelb gestrichenen Taxis
erreichte, keuchte sie nicht nur aufgrund der äußeren, sondern auch einer auflodernden
inneren Hitze.
Ratlos betrachtete sie die Beschriftungen der drei Spuren: „Short
distance“, „Regular Taxi“ und „Big Taxi“. Ein junger Mann in Uniform fing ihre
Blicke auf und trat an Annika heran.
„Wohin gehen Sie?“, fragte er auf Englisch.
Sie fischte den Zettel mit der Hoteladresse aus ihrer Handtasche.
„Sukhumvit.“
Der Mann geleitete sie zu dem Automaten mit der Beschriftung „Regular Taxi“
und drückte einen Button auf dem Touchscreen. Ein Zettel schob sich aus dem
Schlitz unter dem Bildschirm und der Mann deutete auf die darauf stehende
Nummer: 37. Dann wies er auf die Reihe der wartenden Taxis. Annika bedankte
sich und stakste auf den Stellplatz mit der Nummer 37 zu. Ein untersetzter Mann
mit Sonnenbrille und südlichem Teint löste sich aus der Unterhaltung mit einem Kollegen,
nickte ihr zu und verstaute ihren Koffer. Maxim hatte sie vorgewarnt, dass
thailändische Taxifahrer selten Englisch sprachen, deshalb reichte sie ihm den
Zettel mit der Adresse.
„Oh, Sukhumvit!“, sagte er und nickte, aber es klang wie ein Stoßseufzer.
Bei dem Taxi handelte es sich um einen alten Toyota Corolla. Annika stieg
hinten ein und ließ sich in den Sitz fallen. Ihr entfuhr ein leiser Schrei, als
sich dabei der Analdildo noch tiefer in sie hineinbohrte.
Der Taxifahrer wandte sich mit einem fragenden Blick um. „Okay?“
Annika wedelte entschuldigend mit der Hand. „Okay, okay!“
„Okay!“, sagte der Fahrer grinsend und hob den rechten Daumen. „Sukhumvit!
Hotel Tu-dah!“
„Tudor, yes.“
Während sie vergeblich nach dem Anschnallgurt suchte, ließ der Fahrer, der
auf der rechten Seite saß, den Motor an. Ein eisiger Wind traf Annika; ihr
schien, als gefrören die Schweißtropfen auf ihrer Stirn. Fröstelnd schlang sie
ihre nackten Arme um sich.
Der Fahrer beobachtete sie im Rückspiegel. „Aircondition! Super! Okay?“
„Okay, okay.“
Der Wagen setzte sich in Bewegung und passierte eine Ausfahrschranke.
Während Annikas Oberkörper sich rasch abkühlte und der Schweiß trocknete, nahm
die Hitze in ihrem Unterleib weiter zu. Der Sitz war gut aufgepolstert, die
Straße uneben, und beides zusammen führte dazu, dass das Mädchen auf und nieder
geschaukelt wurde und der Analdildo sie regelrecht zu ficken begann. Hinzu kam
die Reibung der Noppen an ihrer nicht mehr nur vom Schweiß feuchten Scheide.
Sie biss sich auf die Lippen und sah zum Fenster hinaus, um sich
abzulenken. Etwa eine Stunde Fahrt bis zum Hotel, hatte Maxim gesagt, je nach
Verkehrslage, denn der Flughafen befand sich am östlichen Rand der
Zehn-Millionen-Stadt.
Der Wagen fuhr auf eine Autobahn. Annika zählte fünf Spuren in ihrer
Richtung – und alle waren voll. In Thailand herrscht Linksverkehr und der
Fahrer nahm, wo immer möglich, die ganz rechte, also die schnellste Spur. Ab
und zu stand ein braununiformierter Verkehrspolizist neben seinem Motorrad am
Straßenrand, ein Funkgerät in der Hand.
Der Verkehr floss mit fünfzig bis sechzig Stundenkilometern dahin. Viel zu
langsam, fand Annika, denn zu allem Überfluss spürte sie einen zunehmenden Druck
in ihrer Blase. In der Flughafentoilette, nachdem sie den Koffer vom Gepäckband
gehievt hatte, war sie zu aufgeregt gewesen, diese zu benutzen. Es war schwer
genug, unter den beengten Verhältnissen den Slip anzuziehen und die Beine weit
genug zu spreizen, um den Dildo einzuführen.
Hoffentlich gibt es keinen Stau!, betete sie im Stillen.
Eine Weile floss der Verkehr einigermaßen regelmäßig, dann jedoch wurde er
immer zäher, gefühlt in dem Maße, in dem der Druck in Annikas Blase wuchs und
sich allmählich in echten Schmerz wandelte. Der Dildo hörte nicht auf, in ihr
zu arbeiten, und die Noppen rieben an ihren Schamlippen. Nicht auszudenken,
wenn sie hier im Taxi einen Orgasmus bekäme! So voll, wie ihre Blase sich
mittlerweile anfühlte, würde Annika sie dann kaum mehr kontrollieren können.
Sie sah wieder hinaus. An der Seitenscheibe prangte ein Aufkleber mit einer
Reihe von Verbotsschildern. Er zeigte unter anderem die durchgestrichenen Piktogramme
einer Zigarette, einer Pistole, eines Hundes, eines pinkelnden Mannes und schließlich
zwei angedeutete Personen in eindeutiger Stellung: eine auf dem Rücken liegend,
die andere über sie gebeugt, beide in der Körpermitte vereinigt. Annika hatte
noch niemals Ähnliches gesehen. Belustigt schüttelte sie den Kopf.
Mittlerweile war der Verkehr fast zum Stehen gekommen. Der Fahrer, der die
Ausmaße des Toyota bis auf den Millimeter genau zu kennen schien und virtuos
die Spuren wechselte, wo immer sich eine Lücke auftat, deutete nach vorn und
zuckte mit den Schultern.
„Every day, same-same!“ Jeden Tag das Gleiche.
„Sukhumvit?“, fragte Annika mit einer Mischung aus Furcht und Hoffnung.
„Oh, Sukhumvit!“, antwortete der Fahrer müde und deutete mehrfach nach
vorn, was wohl heißen sollte: Das Ziel Sukhumvit – eine der großen
Durchgangsstraßen Bangkoks – war noch weit entfernt.
Annika unterdrückte ein Aufstöhnen, öffnete die Beine etwas und lehnte sich
im Sitz zurück. Der aufmerksame Fahrer nahm eine ungeöffnete Halbliterflasche
mit Wasser von der Mittelkonsole und reichte sie nach hinten.
„Compliments!“
Erschrocken wehrte Annika ab. Ihre Kehle fühlte sich zwar ausgedörrt an und
ihr ganzer Körper war nach der Nacht im Flugzeug dehydriert, aber um nichts in
der Welt hätte sie noch einen Tropfen Wasser verkraftet ohne „überzulaufen“.
Zu ihrer großen Erleichterung ging es jedoch bald wieder zügig weiter. Der
Fahrer folgte einem Schild „Elevated Tollway“ und fuhr auf eine Hochautobahn,
die zwischen Wolkenkratzern hindurchführte. Verkehrsschilder mahnten eine
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h an, der Fahrer beschleunigte auf 110, wurde
aber oft genug von deutlich schnelleren Autos überholt.
Dann, etwa fünfzehn Minuten und zwei Beinahe-Orgasmen später und unter
immer stärkeren Schmerzen in Annikas Blase, überquerte das Auto eine Brücke,
fuhr abwärts, bog auf eine breite Querstraße ein – und stand im Stau.
„Sukhumvit!“, sagte der Fahrer mit einer ausladenden Geste. „Every day,
same-same!“
Annika stöhnte auf und presste die Beine zusammen. Die Sukhumvit glich hier
eher einem Tunnel als einer Durchgangsstraße, denn zu beiden Seiten ragten
Wolkenkratzer empor und über der Straße befand sich die Trasse des „Skytrains“,
der innerstädtischen Schnellbahn, wie Maxim erklärt hatte. Augenscheinlich
floss der Verkehr in dieser Stadt nur ab einer gewissen Höhe über dem Erdboden.
Von dem Rest der Strecke, gottlob nur wenige Kilometer bis zu ihrem Hotel,
bekam Annika kaum mehr etwas mit. Sie war nur noch damit beschäftigt, Beine und
Lippen zusammenzupressen und an alles Mögliche zu denken, nur nicht an ihre
Blase, an den Dildo oder die Noppen des Gummislips. Als der Wagen schließlich
mit einem Ruck anhielt, erschien es ihr, als erwachte sie aus einem Albtraum.
„Hotel Tu-dah!“
Der Fahrer hatte sich zu ihr umgewendet und strahlte sie an.
Mit einem Riesenseufzer stieß Annika die Tür auf und stieg aus, sehr
langsam und vorsichtig. Zwei Hotelangestellte eilten herbei: Einer lud ihren
Koffer aus und der andere übersetzte den Fahrpreis ins Englische. Annika zählte
einschließlich eines guten Trinkgelds 600 Baht – die Landeswährung – ab und
überreichte sie dem Fahrer. Dann folgte sie den Angestellten steifbeinig und mit
kleinen Schritten in die Lobby.